Fail-Operational-Architekturen fuer Steer-by-Wire und autonomes Fahren
Bei Level 3+ und Steer-by-Wire ohne Lenksaeule darf ein Einzelfehler das System nicht deaktivieren. Fail-Operational-Architekturen nutzen redundante Bordnetze, Lockstep-Prozessoren, Doppelwicklungs-Motoren und Mehrheits-Voter fuer unterbrechungsfreie Lenkkontrolle.
Doppelwicklungs-Lenkmotoren: Der unterbrechungsfreie Aktuator
Bei herkoemmlichen Lenkungen fuehrt ein Wicklungsdefekt zum Ausfall. Steer-by-Wire loest dies mit Doppelwicklungsmotoren auf einem Rotor: Bei Kurzschluss auf Kanal A hebt Kanal B sein Drehmoment in 1,2 ms von 50 % auf 100 % an – ohne spuerbare Lenkkraftunterbrechung.
- Doppelt redundante Aktuatorik: 6-Phasen- oder doppelte 3-Phasen-Servolenkung mit getrennten Wechselrichtern.
- Triple Modular Redundancy (TMR): 2-aus-3-Mehrheitsentscheid fuer Soll-Trajektorien ueber getrennte Ethernet-Ringe.
- Nahtloses Umschalten in unter 5 ms: Uebergang zwischen primaerem und sekundaerem Controller ohne Lenkradstoss.
- Getrennte Bordnetze: Eigene Backup-Lithiumbatterie sichert 30 Minuten elektrische Notlenkung.
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